KICKARTZ Stiftung verleiht Förderpreise 2016

KICKARTZ Stiftung verleiht Förderpreise

Die KICKARTZ-Preisträgerinnen und Preisträger 2016 (v.l.): Marius Reuters, Kristina Veken, Anna Huesmann und Sebastina Wienke, Foto: Costa Belibasakis

Köln. Die Gebr. Hubert und Josef KICKARTZ Stiftung hat vier mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Förderpreise an Studierende der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der TH Köln vergeben. Am 11. März 2016 fand in Köln die diesjährige Verleihung des Förderpreises auf dem Campus Südstadt der Hochschule statt.

Dieser Förderpreis unterstützt Absolventen der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik an der Technischen Hochschule (TH) Köln, wenn sie sich durch außergewöhnliche Leistungen im Studium und darüber hinaus durch intensives ehrenamtliches soziales Engagement hervorgehoben haben. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Vorstand der KICKARTZ Stiftung, Rainer Matzkus, die Förderpreise an die Preisträger.

Die Förderpreise der Gebr. Hubert und Josef KICKARTZ Stiftung werden nach vier Kriterien vergeben: Studiendauer, Studienergebnis, Führungserfahrung auf Baustellen oder ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement sowie Abschlussnote und Neuartigkeit des Themas der Abschlussarbeit.

Zwei erste Preise
In diesem Jahr wurden zum ersten Mal zwei erste Preise vergeben: Anna Huesmann wurde für ihre Bachelorarbeit zur Projektsteuerung beim Bau der sozialtherapeutischen Anstalt Bochum ausgezeichnet, Kristina Veken für ihre Bachelorarbeit zur 201 für eine Halle mit zehn- oder zwölfeckigem Grundriss. Den zweiten Platz erhielt Sebastian Wienke. Ein Sonderpreis ging an Marius Reuters.

Anna Huesmann schloss den dualen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen im März 2015 mit der Gesamtnote 1,5 ab. In ihrer Abschlussarbeit untersuchte sie für den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW, ob es beim Bau der sozialtherapeutischen Anstalt Bochum vorteilhaft ist, die Projektsteuerung mit externen Dienstleistern in Kombination mit der Generalplanung zu vergeben. „Die von Anna Huesmann bearbeitete Fragestellung ist in dieser Form für den BLB neu und damit als innovativ einzustufen. Außergewöhnlich sind die Projektgröße mit einem Gesamtvolumen von rund 48 Millionen Euro und die Projektkomplexität durch Größe, Aufbauorganisation und Anzahl der Projektbeteiligten“, erläuterte Prof. Dr. Jürgen Danielzik von der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik. Parallel zu ihrem Studium engagierte sich die 24-Jährige im Fakultätsrat sowie der Fachschaft und trainierte darüber hinaus Kinder und Jugendliche in einem Schwimmverein.

Einen weiteren ersten Preis erhielt Kristina Veken, die den Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen mit der Gesamtnote 2,1 abschloss. In ihrer Bachelorarbeit „Tragwerksplanung für eine Halle aus Stahl mit zehn- oder zwölfeckigem Grundriss“ konzipierte sie eine Halle mit einem Durchmesser von 25 Metern mit und ohne Innenstütze und mit Dachträgern als „Unterspannte Träger“.„In all meinen Jahren als Betreuer von Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeiten hat sich kein anderer Studierender dieses Thema zugetraut“, resümierte ihr Betreuer Prof. Dr. Elmar Styn. Kristina Veken habe durch die vorgelegte Arbeit ein ausgezeichnetes konstruktives Verständnis auch für räumliche Tragstrukturen nachgewiesen. Sie sei fachlich hervorragend qualifiziert und habe einen weit überdurchschnittlichen Grad an Praxisreife. Die 25-Jährige engagierte sich neben ihrem Studium in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde in Viersen- Süchteln und nahm am internationalen kulturellen Freiwilligendienst „kulturweit“ teil. Zudem war sie in der Fachschaft und im Fakultätsrat aktiv.

BIM im Fokus
Der zweite Platz ging an Sebastian Wienke, der den dualen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen mit der Gesamtnote 1,9 abschloss. In seiner Abschlussarbeit untersuchte der 26-Jährige den zielorientierten Einsatz der Building Information Modeling-Methode (BIM) im Lebenszyklus eines Hochbauprojektes. BIM umfasst die optimierte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Softwareunterstützung.

Mit seinem Sonderpreis zeichnete die Stiftung in diesem Jahr Marius Reuters für sein außergewöhnliches soziales Engagement aus. Neben seinem dualen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen und der Tätigkeit als Tutor beteiligte sich der 24-Jährige mehrfach am Spendenlauf für das Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland. 2015 übernahm Reuters die Verantwortung für die Organisation des Laufes, bei dem knapp 25.000 Euro an Spenden gesammelt wurden.

KICKARTZ-Stiftung mit hohem Anspruch
Die Gebr. Hubert und Josef KICKARTZ Stiftung verleiht seit 2012 jährlich Förderpreise an Studierende der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der TH Köln. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder die große Freude und Ehre, herausragende Absolventinnen und Absolventen der TH Köln für ihre vorbildlichen Leistungen auszuzeichnen“, freute sich Rainer Matzkus bei der Preisübergabe. Prof. Klaus Becker, Geschäftsführender Vizepräsident der TH Köln, betonte in seinem Grußwort:„Die heute verliehenen Förderpreise zeigen insbesondere, wie viele Studierende unserer Hochschule in ihren Abschlussarbeiten innovative Lösungen zu aktuellen Fragestellungen entwickeln und sich darüber hinaus gesellschaftlich engagieren. Ich freue mich sehr, dass die KICKARTZ Stiftung sich an der TH Köln engagiert.“ Prof. Dr. Jürgen Danielzik, Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Preises der KICKARTZ Stiftung, betonte die anspruchsvollen Bewertungskriterien, die von allen Preisträgerinnen und Preisträgern in hohem Maße erfüllt würden. „Sie haben die Anforderungen des Studiums hervorragend gemeistert und zudem zahlreiche Aufgaben in Leitungsfunktionen in Bauunternehmen, im Ehrenamt oder in der Fachschaftsarbeit bewältigt. Das ist eine Leistung, auf die sie sehr stolz sein dürfen.“

Foto: Costa Belibasakis, TH Köln